Andachten

Andacht

Andacht 07.12.2018

07. Dezember 2018 | Paul Gerhard Wiesenberg

Andacht 07.12.2018

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Neulich ging ich bei Vollmond, bei Schnee und Kälte, zu meinem nächtlichen Gebetsplatz. Der Nachthimmel war klar, die Sternen funkelten und der Mond schien prächtig auf die weiße Schneelandschaft hinab. An einem Waldrand blieb ich eine ganze Weile stehen, um Gott für seine großen Werke und seine Liebe zu danken.
Danach betrachtete ich die Helligkeit der nächtlichen Schneelandschaft. Die Bäume waren tief beschneit, ein märchenhafter Anblick. Es war so hell, dass man die Konturen der Bäume und sogar die Steine auf dem von Schnee bedeckten Weg gut sehen konnte. Dabei kam mir der obige Bibeltext in den Sinn.
Der Mond ist kein Leuchtkörper, er wird von der Sonne angestrahlt und reflektiert somit die Helligkeit der Sonne auf die dunkle Erde. So wird sie von ihm erhellt. Wie wunderbar war für mich dieser Anblick! Dabei fiel mir ein, dass es sich ähnlich mit Gott und uns verhält. Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt.“ (Joh 8,12) Wenn sein Licht in unseren Herzen scheint, dann können wir ihn für die Menschen, die in der Finsternis sind, leuchten lassen.
Aus Dankbarkeit und Freude für seine wunderbare Führung und Liebe möchten wir tun, wozu wir von unserem Herrn und Heiland gerufen sind: sein Licht der Liebe und Gnade zu unseren Mitmenschen zu bringen, damit auch ihr Leben von diesem Licht erhellt wird.
So wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert, so sollen auch wir die Liebe Gottes, die wir empfangen haben, weitergeben.
Jesus sagt: „Ihr seid Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.“ (Mt 5,14-15) Lasst uns heute damit anfangen und aus Dankbarkeit und Liebe zu unserem Gott ein Licht im Dunkeln sein, weil wir seine Liebe reflektieren.
Danke Gott täglich für sein herrliches Licht für uns Menschen. Lass uns auch ein Licht für andere sein.

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