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Kanada: 84-jähriger adventistischer Augenchirurg für nationale Auszeichnung nominiert

13.02.2018 10:35 | APD | von Zentralredaktion

News des Adventistischen Pressedienstes

 

Kanada: 84-jähriger adventistischer Augenchirurg für nationale Auszeichnung nominiert

 

 

Dr. Howard Gimbel
© Foto: Loma Linda University Medical Center/Adventist Review

Silver Spring, Maryland/USA, 13.02.2018/APD   Der adventistische Augenchirurg Dr. Howard Gimbel wurde für den „Order of Canada“, Kanadas höchste Auszeichnung für das Lebenswerk von Zivilpersonen, nominiert. Wie die adventistische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) berichtete, ist Gimbel mit 84 Jahren immer noch in seinem Tätigkeitsfeld aktiv.

Howard Gimbel, der am 17. Januar 84 Jahre alt wurde, arbeitet immer noch in Vollzeit und operiert täglich etwa 20 Patienten, so AR. Seine Augenklinik hat ihren Sitz in Calgary, Alberta/Kanada. „Die Reifen sind noch nicht abgenutzt“, erklärte er laut AR kürzlich in einem Interview mit CBC News in Calgary. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich in den Ruhestand gehen will“. Einmal im Monat unterrichtet Gimbel an der Loma Linda Universität in Kalifornien/USA.

Zur Person

Howard Gimbel wurde in einer adventistischen Familie geboren und wuchs auf einem Bauernhof im Süden von Alberta/Kanada auf. Nach dem Besuch des Canadian University College (jetzt Burman University) und des Walla Walla College (jetzt Walla Walla University) in Washington State/USA, studierte er Medizin an der Loma Linda Universität in Kalifornien und absolvierte eine Facharztausbildung am White Memorial Medical Center in Los Angeles. In Calgary/Kanada eröffnete der Chirurg seine eigene Klinik.

Pionierarbeit

Seit 1974 leistete Gimbel Pionierarbeit und entwickelte innovative Methoden, welche die Kataraktchirurgie in Kanada und auf der ganzen Welt veränderten, so AR. Er war der erste kanadische Chirurg, der eine Ultraschallsonde zur Entfernung des Grauen Stars einsetzte. Als er diese Technik mit neuen Intraokularlinsen-Implantaten kombinierte, wuchs die Nachfrage exponentiell, da das Verfahren nun keinen stationären Krankenhausaufenthalt mehr erforderte. Gimbel ist außerdem Miterfinder der „kontinuierlichen kurvenförmigen Kapsulorhexis“ (Verfahren zum Einritzen und Eröffnen der vorderen Linsenkapsel), welche heute noch in der Kataraktchirurgie eingesetzt wird.

Auszeichnungen

Im Laufe seiner Karriere erhielt Howard Gimbel viele Auszeichnungen, darunter 1992 den „Alberta Order of Excellence“ und 2010 die Auszeichnung „Premier Surgeon PS250“. Die American Society of Cataract and Refractive Surgery listete ihn als einen der „25 einflussreichsten Augenärzte des 20. Jahrhunderts“. Gimbel ist Co-Autor von zwei Lehrbüchern und zahlreichen Buchkapiteln. Er schreibt regelmäßig für medizinische Fachzeitschriften und ist ein gefragter Redner. Gimbel ist mit Judy Carl verheiratet. Das Paar hat fünf Kinder und 13 Enkel.

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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!

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